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Freitag, 16. November 2012, 12:52

Britische Lebensversicherungen

Hallo Blogfreunde,

lohnen sich eigentlich britische Lebensversicherungen? Von den deutschen weiß man ja, dass sie keine acht Prozent Rendite versprechen können, geschweige denn auszahlen. Aber von britischen hat mir jetzt ein Finanzberater ein Angebot gemacht, mit acht Prozent, und dem Nachweis, dass die tatsächlich erreicht worden sein sollen. Und dann soll man diese Versicherungen sogar gebraucht kaufen können? Was ist denn das? Bekomme ich dann das Geld, oder gehe ich da leer aus? Und stimmt das, dass die dann eine viel kürzere Laufzeit haben?

Wer weiß da Bescheid?

Herzliche Grüße von Hansi

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Samstag, 24. November 2012, 14:43

Lebensversicherungen von der Insel

Hallo Hansi,

andere Länder - andere Sitten - und andere Bedingungen! Die Bedingungen für Lebensversicherungen sind nicht überall identisch, auch wenn Großbritannien und Deutschland beide EU-Länder sind. In Deutschland müssen die Tarife für Lebensversicherungen vom zuständigen Bundesaufsichtsamt genehmigt werden. Das prüft, ob die hier geltenden Bestimmungen eingehalten werden. Diese weichen jedenfalls von denen in Großbritannien ab. Deutsche Versicherungen müssen "konservativer" anlegen als britische. Diese können beispielsweise einen größeren Anteil in Aktien handeln oder gar an der Börse spekulieren, was deutschen Versicherungen nicht erlaubt wäre. Deshalb können sie natürlich auch größere Renditen erwirtschaften, mit denen sich besser Werbung machen lässt. Und es können natürlich auch größere Verluste entstehen. Also Vorsicht - überall da, wo die Versicherungen in Anlagen mit möglichen Kursverlusten investieren dürfen, kann das schlecht für den Versicherten sein. Natürlich können auch Immobilien, eine der klassischen Anlagen für Versichertengelder, im Wert sinken. Aber das ist eher nicht wahrscheinlich, und außerdem ist da in der Regel mit einer laufenden Rendite aus Mieteinnahmen zu rechnen, die meist über der Rendite liegt, die man durch Zinsen am Kapitalmarkt erreichen kann.

Renditeversprechen von deutschen Versicherungen über acht Prozent gibt es tatsächlich auch. Das sind so genannte fondsgebundene Versicherungen, die also nicht direkt anlegen, sondern sich auf Fondsmanager verlassen. Da ist es in der Vergangenheit tatsächlich auch so gewesen, dass diese Rendite erzielt werden konnte. Inzwischen ist da aber Ernüchterung eingekehrt. Oft genug kehrte sich die Rendite ins Negative, und die Versicherten erhalten noch nicht einmal das zurück, was sie eingezahlt haben. Außerdem wird die Rendite dadurch geschmälert, dass die Fondsverwalter zunächst einmal auf ihre Kosten (und natürlich ihre meist üppigen Gehälter) kommen wollen, bevor für den Versicherten etwas übrig bleibt.

Und "gebrauchte" Versicherungen? Würde ich auch nicht empfehlen - mehr dazu aber ein andermal.

Viele Grüße,

Theo

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